Simbabwe lädt ein

Weltgebetstag in der Kirche für Kinder

Zum ersten Mal waren Kinderkirchkinder dazu eingeladen, den Weltgebetstag mitzufeiern. Mit der Aufforderung: „Steh auf und geh!“ gestalteten Frauen aus Simbabwe den diesjährigen Weltgebetstag der Frauen, ein Team des Komitees arbeitete auch Bausteine für Kindergottesdienste aus, die von den Mitarbeitern der Süßener Kiki für unsere Kinder ausgestaltet wurden. Ein fröhliches Lied leitete den Gottesdienst ein: Salibonani, salibonani, sali, sali, salibonani, das heißt „Guten Morgen“ in Worten aus Simbabwe.

Die Kinder holten sich dazu verschiedene Instrumente und muszierten freudig mit. Ein paar Bilder gaben dann einen Eindruck vom Leben in dem südafrikanischen Land und auch die großen Fünf, the Big Five, Elefant, Nashorn, Leopard, Büffel und Löwe wurden mit Geräuschen und Pantomime nachgeahmt.
Schließlich öffnete Kinderkirchmitarbeiterin Antje ihre Geschichtentasche und ließ mit einem blauen Tuch den See Betesda und mit Playmobilfiguren verschiedene Menschen lebendig werden, die mit ihren Matten rund um den See sitzen oder liegen.

Einer kann nicht laufen, seine Beine wollen ihn einfach nicht tragen, der Zweite hat einen krummen Rücken und kann sich nicht aufrichten, ein weiterer ist immer traurig und will deshalb gar nichts tun. Die Menschen sind jeden Tag am See, denn sie warten darauf, dass das Wasser des Sees sich bewegt. Sie glauben: „Wenn das Wasser sich bewegt, dann hat ein Engel Gottes das Wasser berührt. Wer danach als erster im Wasser badet, der wird gesund.“ Eines Tages kommt Jesus an den See und staunt: So viele kranke Menschen gibt es hier.

Jesus wendet sich an einen Mann und fragt: „Willst du gesund werden?“ Der Mann muss erst einmal überlegen. Er ist seit 38 Jahren am See und ihm ist klar, wenn er jetzt gesund wird, dann wird das sein Leben verändern. Er bekommt Zweifel, ob er das alles schafft, was dann auf ihn zukommt. Doch Jesus sagt zu ihm: „Steh auf! Nimm deine Matte und geh!“ Der Mann traut sich, er steht auf, nimmt seine Matte und geht in ein neues Leben. Er lässt alles Bisherige hinter sich.

Die Kinder lauschten gebannt der Geschichte und halfen mit, die Figuren aufzustellen. Anschließend wurde noch ein Spiel gespielt, bei dem Obst in Körben auf dem Kopf getragen wurde, und aus Styroporkugeln ein Stehaufmännchen gebastelt, das sich immer wieder aufrichtet und nicht umgestoßen werden kann.

Nach einer kleinen Stärkung mit Bananenkuchen und Erdnüssen und einem Abschlusskreis ging ein fröhlicher Kinderkirchvormittag zuende. Vielen Dank an die Mitarbeiter für die liebevolle Vorbereitung des Gottesdienstes!   

Jutta Herrlinger